Wer bestimmt, was du als Mensch wert bist?

Stell dir vor, du gehst morgen über die Straße, ein Auto kommt viel zu schnell über die rote Ampel gerast…

… und du endest im Wachkoma.

Du kannst nichts bewegen, außer deinen Augen.

Keine Möglichkeit mehr, aufzustehen und etwas zu tun.

Keine Möglichkeit mehr, Späße zu machen, um andere Menschen aufzuheitern.

Keine Möglichkeit mehr, deinen unruhigen Hintern in die Sporthose zu zwängen und dich auszupowern oder „attraktiver zu trainieren“.

Keine Möglichkeit mehr, anderen Menschen zu helfen, ihnen etwas abzunehmen, sie zu belehren…

Dein „aktives“ Wirken ist pausiert. Vielleicht sogar für immer.

Was bist du nun wert?

 

Eine schwierige Frage… und eine, die mich jahrelang beschäftigt hat, bis ich nun endlich meine persönliche Antwort darauf gefunden habe.

Denn, wenn wir die Antwort auf diese Frage versuchen, so zu finden, wie bisher, dann landen wir in einer Sackgasse.

Wann ist ein Mensch wertvoll? Wann hat er einen Wert?

Wenn du die meisten Menschen fragst, werden ihre Antworten dahin gehen, dass du etwas „erreicht“ haben oder „hinterlassen“ musst, dass du einen Mehrwert im Leben von anderen Menschen bieten musst, dass du eine Familie gegründet haben und ein gutes Leben geführt haben musst. Dass du dich anstrengen, dein Bestes geben und etwas Sichtbares erschaffen musst.

Was aber, wenn all das nicht mehr geht?

Wenn du eben nicht mehr aktiv sein und etwas vollbringen kannst, was ein Ergebnis liefert?

Bist du dann wertlos? Hast du gar keinen Wert mehr für die Welt?

Nun ja… frag mal die Angehörigen eines komatösen Patienten, ob dieser Mensch wirklich keinen Wert mehr hat.

Und nachdem das Glühen deiner nun rot-blau angeschwollenen Wange etwas nachgelassen hat, lies weiter.

Auch Menschen, die scheinbar nichts „leisten“ oder vollbringen können, haben offensichtlich „irgendeinen“ Wert.

Auch, wenn sie nur herumliegen und nichts tun.

Und genau das ist es!

Sind wir nicht alle im Grunde genommen nur ein paar Zellhaufen, die hier in diesem Sonnensystem herumschweben, von der Schwerkraft eben auf diesen Planeten gefesselt werden und irgendwann unsere Form wieder aufgeben, um damit Ressourcen und Raum für neue Zellhaufen freizugeben?

Selbst diejenigen, die etwas Großes leisten, bringen das Universum nicht aus dem Gleichgewicht.

Die Menschheit lebt irgendwie immer weiter, auch wenn sie schon ein paar Mal am Rande des Untergangs stand, die gebauten Häuser werden irgendwann durch neue ersetzt, das angehäufte Geld wird wieder ausgegeben… und am Ende wird doch jeder organische, gesellschaftliche und naturelle Kreislauf wieder von vorn begonnen.

Offensichtlich hängt unser wirklicher, menschlicher Wert also nicht davon ab, was wir leisten (denn das ist ohnehin der Vergänglichkeit unterlegen).

Sondern davon, dass wir SIND.

Und das SEIN „tun“ wir ganz schön gut ;-)

Und vor allem BUNT!

So viele unterschiedliche Menschen. Unterschiedliche Geschichten, unterschiedliches Aussehen, unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliche Fähigkeiten… und doch ist jeder hier genau richtig.

Ja, unsere Gedanken erzählen uns manchmal etwas anderes.

Aber wir dürfen nicht alles glauben, was wir denken.

Du fühlst dich vielleicht manchmal wertlos und als Mensch nicht liebenswert genug… das sagt aber gar nichts darüber aus, wie die Realität aussieht.

Dein Wert als Mensch ist unantastbar.

Keine Tat macht dich wertvoller, kein Fehler macht dich weniger wertvoll.

Du bist einfach.

Natürlich darfst du gern etwas tun und erfolgreich sein und deine Ziele erreichen und anderen Menschen helfen… aber tu es nicht, wenn du glaubst, es würde dich als Menschen irgendwie „komplett“ machen.

Denn du bist schon komplett. Einfach so. Du musst gar nichts dafür tun.

Alles andere ist Bonus.

Du darfst deinem Dasein noch einen SINN geben. Mit dem, was du tust.

Aber egal, was dein persönlicher Sinn ist… dein Wert als Mensch ist und bleibt unantastbar und gleich.

Du darfst einfach sein.

Mal glücklich, mal unglücklich. Mal unterhaltsam, mal langweilig. Mal schnell, mal langsam. Mal schlau, mal unwissend. Mal stark, mal schwach.

All das sind Facetten des Seins, die du genauso ALLE erfahren wirst, wie sie auch jeder andere Mensch erfahren wird.

Versuche nicht, eine davon festzuhalten.

Je stärker du sie festhältst, desto stärker wird sie wieder wegwollen.

Denn das Leben will fließen.

Frei! Mal wild, mal ruhig… aber im Fluss!

Das darfst du zulassen.

Und ab und zu… wenn dir einfach alles zuviel wird… dann sei einfach.

Lehn dich zurück, in dem Wissen, dass sich auch diese Facette des Lebens einfach kurz entfalten will… auch sie will einfach mal nur SEIN.

Sei mit ihr. Schau dir zu, wie du dich dabei veränderst. Und sei gespannt, wohin dich auch diese kleine Reise mit hinnehmen will.

 


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2018-11-18T21:31:05+00:00

About the Author:

Hi, ich bin Arne. Ich schreibe hier, weil ich etwas geben kann, was zurzeit zur Genüge gebraucht wird. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einfach nur planlos und unmotiviert zu "funktionieren", anstatt schon am frühen Morgen voller Energie aufzuwachen und das eigene Leben auf das Vollste zu genießen. Ich habe eine lange und anstrengende Reise hinter mir und will dir in diesem Blog zeigen, wie du deine eigene Reise ab heute etwas beschleunigen kannst. >>Mehr<<

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