Was tun, wenn wir in alte Verhaltensmuster zurückfallen?

Wenn du dich nicht erst seit gestern mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, dann kennst du das:

Jedes Mal, wenn du einen guten Artikel gelesen, ein tolles Video gesehen oder einen transformierenden Workshop besucht hast, durchströmt eine Welle von Motivation, Energie und tollen Ideen deinen Körper! Du fühlst dich mehr mit dir im Reinen, weißt wieder was du eigentlich willst und fühlst dich so stark, dass du jedes Hindernis überwinden könntest, egal ob materieller oder psychischer Natur.

In diesen Phasen sagen wir das, was wir sonst aus Angst zurückhalten, wir tun die Dinge, die uns gut tun, fangen neue Projekte an und werden von anderen Menschen für unsere Ausstrahlung bewundert. Alles ist so, wie es immer sein sollte.

Doch ein paar Tage später wachen wir auf und irgendetwas ist verändert… unsere Energie ist wieder ein wenig gesunken. Entscheidungen fallen uns schwerer. Wir sind wieder stärker dazu tendiert, die Dinge zu tun, die wir doch eigentlich sein lassen wollten, weil wir wissen, dass sie uns nicht gut tun.

Das alte „Ich“ drängt sich in den Vordergrund

Noch einen Tag später fühlt sich alles wieder an wie vorher.

Unser ganzer Körper WILL wieder das tun, was ihm eigentlich nicht gut tut. Alles, was großartige Veränderungen verspricht, wird vom Kopf mit wirklich guten Argumenten zurückgewiesen (wenn sich die Gedanken dabei überhaupt zu Wort melden und wir nicht einfach direkt in automatische Verhaltensmuster zurückfallen).

DAS, mein Freund, ist der natürliche Werdegang nach jeder Veränderung.

Was Gewohnheit war, drängt sich wieder in den Vordergrund und ihm ist es egal, ob das was es tut, „gut“ für dich ist oder nicht. Es will einfach das tun, was es schon immer getan hat.

Doch du liest diesen Artikel ja jetzt nicht ohne Grund. Du hast schon bemerkt, dass da etwas nicht ganz koscher ist.

Du hast schon erkannt, dass dieser Zustand nicht der ist, den du haben möchtest. Du investiert Zeit, Geduld, Kraft und Geld in Quellen, die dir versprechen, dass sie dir helfen. Dann hast du es auch verdient, dass die positive Auswirkung dieser Hilfe nicht schon nach ein paar Tage wieder verflogen ist.

Anhaltende Veränderung erreichen

Wenn Konfuzius schon sagt „Nur die Dümmsten und die Weisesten können sich nicht ändern“, du dich ganz klar nicht zu zweiter Kategorie zählst (auch, wenn du deinem Spiegelbild das Gegenteil öfter mal im Suff mit einem Augenzwinkern entgegenlallst) und auch zu ersterer nicht gehören willst, dann ist es Zeit, etwas zu verändern.

Und den ersten wichtigen Schritt gibt uns hier schon Johann Wolfgang von Goethe:

„Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefasst sein.“

Soll heißen: Erwarte nicht, dass alles immer nur Geradeaus verläuft. Deine schlechten Zeiten werden immer wieder von Guten unterbrochen. Auf einen energiegeladenen Zustand folgen immer wieder Zeiten, in denen du nicht in Höchstform bist. Das ist normal und wichtig. Nach jeder Belastung braucht die Natur eine Erholung.

Nichts ist konstant. Alles verändert sich.

Viele Menschen nehmen solche natürlichen Schwankungen jedoch als Zeichen, etwas sei „nicht in Ordnung“.

Wenn sie nach einem tollen Hochgefühl wieder einen Hänger haben, glauben sie vielleicht, dass sie etwas falsch gemacht haben müssen, dass sie als Mensch versagt hätten oder dass das, was ihnen das Hochgefühl verschafft hat, nun doch nicht so toll ist.

Sei dir bewusst, dass Veränderung natürlich ist. Das einzige, auf was man immer zählen kann, ist die ständige Veränderung der Umstände.

Jetzt sagst du vielleicht: „Na toll. Wenn sich sowieso alles verändert und nichts von Dauer ist… wozu sollte ich mich dann bemühen? Wenn nachher sowieso wieder alles scheiße wird, kann ich es doch auch gleich sein lassen!“

Dieser Gedanke ist deswegen so verlockend, weil er einfach ist. Er nimmt uns die Verantwortung für unser Leben von den Schultern. Aber wenn wir wollen, können wir dieser stetigen Veränderung zum Trotz unsere eigenen Veränderungen erschaffen.

In Phasen, in denen es nicht so gut läuft, sind wir oft versucht, wieder in unser Kinder-Ich hineinzufallen. Das äußert sich vor allem in zwei Extremen:

  1. Die Verantwortung komplett abzugeben und uns von diesem unangenehmen Zustand so gut wie möglich abzulenken. Das ziellose Herumsurfen im Internet, das bewusstlose Starren auf den Bildschirm und stetiges Feiern, ohne auch nüchtern empfundene Freude sind da nur eine Auswahl der Tätigkeiten, mit denen wir uns vor unseren Problemen verstecken.
  2. Die Füße nicht mehr stillzuhalten, für alle anderen da zu sein (nur nicht für uns!) und uns mit produktiven Aufgaben abzulenken, die zwar für kurze Erfolgsmomente sorgen, an dem tieferliegenden Hauptproblem jedoch nichts ändern.

Dabei sind es gerade diese schweren Zeiten, in denen dein größtes Entwicklungspotenzial liegt!

Wir wachsen in schweren Zeiten

“Stärke resultiert nicht aus deinen Siegen. Sie entwickelt sich in deinen schweren Zeiten.”
– Arnold Schwarzenegger

Das, was dich momentan noch davon abhält, die Früchte deiner Persönlichkeitsentwicklungsschritte länger zu genießen als nur ein paar Tage, ist dein Verhalten in den schweren Zeiten.

Wenn unsere Energie nachlässt, die Belastung des Alltags wieder größer wird oder wir von einem unangenehmen Ereignis aus dem Flow gerissen werden, funktionieren die Dinge meist nicht mehr, die noch geholfen haben, als es uns gut ging.

Und genau hier kommt der Rat meines Mentors Timothy Marc ins Spiel, der mein Leben auf drei höhere Stufen katapultiert hat:

„Halte dich immer an die Entscheidungen, die du getroffen hast, als es dir gut ging.“

In schwierigen Zeiten wird unser Gehirn von den Stresshormonen Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin überflutet, welche unter anderem zur Folge haben, dass wir uns weniger merken und auch schlechter konzentrieren können. In diesem Zustand eine Entscheidung zu treffen und mögliche Auswirkungen zu analysieren, bringt uns meist nicht weiter.

Doch diese Arbeit können wir uns vorher abnehmen. Mach dir einen Plan im Voraus. Plane die Rückschläge mit ein und entscheide dich in deinen guten Zeiten dafür, was du dann tun willst.

Wenn du zum Beispiel deine Ernährung umstellen willst, aber immer wieder von Schokolade verführt wirst, dann geh nicht blind davon aus, dass du „dieses Mal“ die Willensstärke haben wirst, der Versuchung für immer zu widerstehen. Mach dir stattdessen einen Plan für deine schwachen Zeiten.

Wenn du regelmäßigen Sport in deinen Alltag integrieren möchtest, dann geh nicht davon aus, dass deine Disziplin für immer so stark bleibt, wie jetzt, nachdem du gerade die ersten Erfolge gespürt hast. Mach dir einen Plan, der es für dich unmöglich macht, den Sport sausen zu lassen.

Wenn du dich gerade all den negativen Menschen und schweren Gesprächen in deinem Leben gewachsen fühlst, dann geh nicht davon aus, dass dein Selbstvertrauen zu jedem Zeitpunkt so groß bleiben wird. Mach dir stattdessen einen Plan, der dir hilft, dich daran zu erinnern, was dir die Kraft gibt, dich verletzlich und mutig zu machen.

Jetzt bist du dran! Hier deine Anleitung für die Fragen, die dich dabei unterstützen werden, auch in schweren Zeiten das Richtige zu tun:

  1. Was kann / wird passieren, was dich in dein „altes Ich“ zurückwirft?
  2. Was machst du in diesem Zustand normalerweise, was dir am Ende aber nicht das Ergebnis einbringt, mit dem du dich wohl fühlst und auf das du stolz sein kannst?
  3. Was kannst / solltest  und wirst du ab heute stattdessen tun, was dir hilft, deine gewünschten Ergebnisse zu erreichen, dich gut zu fühlen und stolz auf dich sein zu können?
  4. Welche Ausreden wird dein gestresstes Gehirn in diesem Moment finden, um dich davon abzuhalten, das richtige zu tun (weil es natürlich anstrengender ist, etwas zu tun, was noch nicht zur Gewohnheit geworden ist)?
  5. Welche Gegenargumente wirst du dann bringen (auf eine Ausrede mindestens 2 Gegenargumente)?

Das Leben ist ein Fluss. Keine gerade Einbahnstraße. Nur wer die Kurven und Strömungen von vornherein mit einberechnet, wird erfolgreich sein. Entscheide dich JETZT dazu, dein Leben ab heute selbst zu gestalten!

 


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2018-12-02T15:01:00+00:00

About the Author:

Hi, ich bin Arne. Ich schreibe hier, weil ich etwas geben kann, was zurzeit zur Genüge gebraucht wird. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einfach nur planlos und unmotiviert zu "funktionieren", anstatt schon am frühen Morgen voller Energie aufzuwachen und das eigene Leben auf das Vollste zu genießen. Ich habe eine lange und anstrengende Reise hinter mir und will dir in diesem Blog zeigen, wie du deine eigene Reise ab heute etwas beschleunigen kannst. >>Mehr<<

Ein Kommentar

  1. Astrid McCormick 13. Dezember 2018 um 21:41 Uhr - Antworten

    Arne, deine Tipps sind alles, was ich im Moment habe, um mir ein neues Selbst zu bauen. Ich habe einiges ausprobiert und es funktioniert. z.B. Tu etwas JETZT. Und ich habe ein Zimmer gut aufgeräumt und das dient mir im Moment fuer gemütliche Telefongespräche. HERZLICHEN DANK. Wie nehme ich eigentlich Kontakt mit dir auf?

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