Fragen und Antworten: Liebe und Beziehungen

In meinem letzten Newsletter habe ich eine Umfrage zum Thema „Liebe und Beziehungen“ gestartet. Dabei ging es um die wichtigsten Fragen, die meine Leser zurzeit zu diesem Thema haben und es gab tatsächlich einige Fragen, die ich jetzt hier unten beantworten möchte.

Wichtig: Das ist MEIN Lösungsansatz für diese Probleme. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass das der ALLERBESTE Weg ist, damit umzugehen. Es ist MEINE Meinung. Vielleicht siehst du es genauso, vielleicht nicht. Aber auf jeden Fall wirst du das Problem nach dem Lesen von einer anderen Sichtweise betrachten können.

Auch, wenn du nicht an der  Umfrage teilgenommen hast, bin ich mir sicher, dass du aus JEDER einzelnen Frage etwas herausnehmen kannst. Die meisten Themen, die hier im Beziehungs-Kontext behandelt werden, finden sich auch in jedem anderen Lebensbereich wieder.

Ein paar Fragen wurden übrigens mehrmals gestellt. Ich habe mir der Einfachheit halber die Freiheit genommen, diese Fragen jeweils nicht einzeln, sondern gebündelt zu beantworten. Ich hoffe, du siehst mir das nach. Aber genug der Vorrede, los gehts!

 

In welchem Maße ist „klammern“ noch okay?

Klasse, diese Frage habe ich bisher noch nie gehört! Normalerweise kommen Fragen in diesem Moment immer von der Gegenseite. Ich nehme mal an, du bist der klammernde Partner/ die klammernde Partnerin? Erstmal ein großes Kompliment, dass du erkannt hast, dass dein Verhalten eventuell schädlich für deine Beziehung sein könnte! Das zeigt schon mal, dass du den nötigen Weitblick besitzt, der vielen anderen da noch fehlt.

Wir alle kennen eine gewisse Verlustangst. Beim Einen ist es einfach nur ein unangenehmes Gefühl, beim Anderen führt der Gedanke, der Partner könnte ihn nicht mehr brauchen oder wollen regelrecht zu Panikattacken.

Auch, wenn wir ja mittlerweile wissen, dass es nicht hundertprozentig „spirituell“ ist, jemand anderen zu „brauchen“, so folgt unser Herz diesem Wissen nicht immer. Oft wollen wir uns in der Partnerschaft einfach anlehnen können. Wir wollen uns keine Sorgen oder Gedanken machen müssen. Wir wollen, dass es gut läuft und wir keine Angst haben müssen, dass sich das irgendwann wieder ändert.

Und genau hier liegt der Hund begraben. Wenn wir wirklich ANGST davor haben, dass sich unser Partnern von uns abwendet, dann klammern wir. Wir wollen ihn nicht weggeben! Wir wollen, dass er bei uns bleibt. Für immer.

Wir wollen ihn für UNS haben. Wir wollen wissen, dass er bei UNS bleibt.

Vielleicht sorgen wir sogar aktiv dafür, dass er bei uns bleibt. Wir versuchen ihn von Dingen abzuhalten, die er gern tut, wir versuchen, ihn von Vertretern des anderen Geschlechts weitgehend fernzuhalten und wir versuchen, ihm mit zweideutigen Hinweisen ein schlechtes Gewissen einzureden, falls er einmal mit dem Gedanken spielt, sich von uns abzuwenden.

Keine Ahnung ob das bei dir der Fall ist, aber so habe ich es oft genug erlebt.

Dieser Besitzanspruch ist eine wahnsinnig egoistisch Einstellung. Denn: Wo bleibt hier der Partner?

Es ist eine Sache, Angst davor zu haben, dass dein Partner geht. Es ist eine andere Sache, aus dieser Angst heraus zu handeln. Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass der Gedanke an den Verlust des Partners, an den Verlust seiner Zuneigung, seiner Anwesenheit und dem warmen Gefühl der Sicherheit, dass er dir gibt, ein unangenehmes Ziehen in deiner Bauchgegend verursacht. Aber es ist DEINE Bauchgegend. Nicht die deines Partners. DU fühlst die Angst. Er in diesem Moment nicht.

Denn: ER möchte sich in der Beziehung auch wohlfühlen. Was tut denn deinem Partner gut? Also, „Was tut ihm WIRKLICH gut“?

Nicht: „Was ist das Beste für deinen Partner“? Viel zu oft glauben wir nämlich, dass wir besser wissen, was für unseren Partner gut ist, als er selbst.

Weißt du, was ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Weißt du, was ihm Spaß macht? Weißt du, was IHM ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gibt? Und weißt du, WIEVIEL er davon haben möchte? Und erlaubst du ihm das? Lässt du ihm die Freiheit, dass er diese Dinge tut oder bekommt? Egal, ob mit dir an der Seite oder wenn er mal alleine unter Freunden ist?

Die Antworten auf diese Fragen können dir schon einen wichtigen Hinweis darauf geben, wieviel deines „klammerns“ noch okay ist.

Aber viel wichtiger finde ich die Frage: Warum hast du das Bedürfnis zu klammern? Wovor hast du konkret Angst?

Und WARUM hast du davor Angst?

Welches Gefühl sollte dir dein Partner deiner Meinung nach in deiner Beziehung geben?

Und wie könntest du dir dieses Gefühl SELBST geben?

Solange wir darauf hoffen, dass uns ANDERE das geben, was wir brauchen, sind wir nicht frei. Wir drehen uns im Kreis, erleben dieselben Situationen immer wieder und falls wir mal nicht bekommen was wir brauchen, geht es uns schlecht. Wir machen uns damit immer abhängiger von unserem Partner. Bis zu dem Punkt, an dem wir jede Selbstverantwortung abgegeben haben und die Last UNSERES Glücks nun komplett auf den Schultern des Anderen lastet.

Aber ist es wirklich seine Aufgabe, diese Last zu tragen?

Finde heraus, was DICH glücklich macht und lerne Schritt für Schritt, dir das SELBST zu geben. Ein größeres Geschenk kannst du deinem Partner (und dir selbst!) nicht machen.

Viel Erfolg bei deinen nächsten Schritten :)

 

Die nächste Frage waren eigentlich mehrere Fragen. Ich fasse sie aber zusammen, da es bei ihnen um dasselbe Thema geht:

 

Liebeskummer und Trennungsschmerz.

Wie gehe ich mit meinem Ex um und wann hört die Trauer endlich auf?

Trennungen tun weh. Egal, ob man selbst Schluss gemacht hat oder ob man der/die Verlassene ist. Aber BESONDERS, wenn man verlassen WURDE, kann es grausam sein. Vor allem, wenn man es nicht erwartet hat.

Es gibt keine Faustregel, wie man mit dem Expartner am besten umgehen kann, wenn man ihn noch regelmäßig sieht (zum Beispiel wenn es gemeinsame Kinder oder Freunde gibt). Ich sehe da aber nur eine Möglichkeit: Respektvoll. Wie erwartest du, wie man mit DIR umgeht? So solltest du auch mit deinem/deiner Ex umgehen. Soll heißen:

  • keine Vorwürfe
  • gewohnter Umgangston
  • Wenn du Fragen hast: Stelle sie. Nicht immer ist dein Expartner bereit, auf bestimmte Fragen zu antworten, aber der Versuch kostet ja nix.
  • Dränge dich nicht auf.
  • Gib ihm zu verstehen, wenn du eine Auszeit brauchst. Erwarte (immer noch) nicht von ihm, deine Gedanken zu lesen.

Es gibt einen Grund, warum ihr nicht mehr zusammen seid und dieser Grund liegt weder allein bei dir, noch bei deinem Ex. Er war nur konsequent genug, eine Beziehung zu beenden, die für ihn nicht mehr funktioniert hat. Und daran trägst du keine Schuld.

Manchmal gehen wir mit Erwartungen in Beziehungen hinein, die sich im Nachhinein als nicht richtig herausstellen. Manchmal entwickelt man sich in Beziehungen weiter und es kommt vor, dass man sich eben nicht in dieselbe Richtung entwickelt und irgendwann völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hat, was ein gutes Leben oder eine gute Beziehung eben ausmacht. Ja, das tut weh. Aber das ist weder deine, noch seine Schuld.

Wie kriegt man aber nun den Liebeskummer weg? Wie schafft man es, die Beziehung hinter sich zu lassen und wieder ein normales Leben ohne den alten Partner zu führen? Wie schafft man es, diese Schmetterlinge mit den Rasierklingenflügeln aus dem Bauch zu holen, die immer dann wie aufgeschreckt herumflattern, wenn man an die gemeinsame, schöne Zeit erinnert wird? Wie schafft man es, wieder komplett glücklich, auch ohne den Partner, zu sein?

1. Trauere.

Die ersten Wochen oder vielleicht auch Monate wird es schwer sein, einen klaren Kopf zu fassen. Hau dich mit ner Tüte voll Eiscreme auf die Couch und schau dir Greys Anatomy und Bridget Jones im Marathon an. Mach Party wie besessen und bespringe alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Stürze dich in haufenweise Arbeit und ignoriere erstmal alles andere (bis auf deine Kinder und das Finanzamt). Völlig egal, was du für dich tun musst. Sorge einfach nur dafür, dass du keine langfristigen Schäden verursachst und dass das irgendwann wieder ein Ende hat.

Dieses Ende kannst du eigentlich nicht verpassen. Es ist da, wenn du vor deinem Spiegel stehst und dir wortwörtlich ins Gesicht sagst „So kann das nicht weitergehen…“.

2. Frage dich: Was hat dir die Beziehung gegeben?

Was war vorher da und ist es jetzt nicht mehr? Das Gefühl, geliebt und angenommen zu werden? Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit? Die Leidenschaft, die Sorglosigkeit und der Spaß am Leben, den ihr zusammen hattet? Gib dir selbst eine ehrliche Antwort.

3. Wie hat es dein Partner geschafft, dir das zu geben?

Was hat er konkret gemacht oder gesagt, damit du dieses Gefühl hattest?

4. Frage dich: Wie kannst du dir das selbst geben?

Es bringt nichts, zu hoffen, dass dein Partner zurückkommt. Es ist vorbei mit ihm. Und selbst, falls es wieder anfängt, wird der Schatten eurer letzten Trennung immer über euch hängen. Aber du hast einen ganz wichtigen, intelligenten und unheimlich attraktiven Menschen in deinem Leben, der das Potenzial hat, dich in JEDER Hinsicht völlig zu befriedigen.

Und dieser Mensch bist DU.

Eure Trennung spielt dir auch in die Hände. Du hast jetzt Freiheiten, die du vorher nicht hattest!

Was für Ideen und Bedürfnisse hast du in deiner Beziehung immer zurückgehalten, aus Angst, die Zuneigung deines Partners zu verlieren? Wann hast du das letzte Mal die Dinge getan, die DIR wirklich gut tun?

Lerne dich selbst neu kennen. Gib dir das, was dir bisher nur dein Partner gegeben hat. Man kann sich wirklich fast ALLES selbst geben, wenn man es auch manchmal etwas abwandeln muss.

Und glaube nicht, dass das „Abschließen“ mit einer Beziehung gleichzeitig heißt, dass du dich nicht gerne an die schönen Zeiten zurückerinnerst. Glaube nicht, dass dein Liebeskummer komplett weg sein muss, nur weil du dich jetzt intensiver mit dir selbst befasst. Es wird immer mal wieder wehtun. Das ist normal und ein gesundes Zeichen, dass da noch etwas in dir im Unreinen ist.

Nimm diesen Schmerz liebevoll an, erlaube ihm da zu sein. Und dann entscheide dich, wieviel Macht du diesem Schmerz jetzt geben willst. Wieviel Macht hat er denn über dein Leben verdient? Etwa mehr als all die Dinge, die dir guttun…?

Heute ist der erste Tag in deinem neuen Leben!

liebe und beziehungen 2

Der nächste Punkt ist wieder eine Zusammenfassung aus mehreren Fragen, die sich im Grunde genommen um dasselbe Thema drehen.

 

Ich hätte gerne einen Partner, finde aber einfach nicht den richtigen.

Ich sage immer gerne: Wenn du glaubst, dass du eine Beziehung „brauchst“, ist es gut, dass du keine hast.

Einsamkeit ist ein Gefühl, das von Innen kommt. Mangel ist ein Gefühl, das von Innen kommt. Menschen fühlen sich selbst in Beziehungen manchmal einsam. Auch in einem großen Freundeskreis oder mitten im Scheinwerferlicht vor riesigem Publikum. Egal, wie perfekt dein Leben von außen betrachtet aussieht, es ist kein Garant dafür, dass du dich nicht einsam und unvollständig fühlst.

Einsamkeit heißt nicht, dass dir der Kontakt zu einem anderen Menschen fehlt, sondern, dass dir der Kontakt zum wichtigsten Menschen in deinem Leben fehlt: zu Dir.

Was erhoffst du dir von einer Beziehung? Und das ist keine rhetorische Frage, sondern völlig ernst gemeint. Was fehlt dir momentan, von dem du glaubst, dass es dir der richtige Partner geben kann?

Die meisten Leute machen sich darüber keine Gedanken. Sie sehen andere Paare oder erinnern sich an die Zeit, in der sie selbst eine Beziehung hatten, glauben, dass sie sich in einer erfüllenden Beziehung glücklicher fühlen würden und schließen daraus: „Ich brauche einen Partner.“

Aber ist das wirklich der beste Weg, dieses Gefühl, dass dir etwas fehlt, ruhig zu stellen? Wäre es nicht viel lohnender für dich und für deinen zukünftigen Partner, wenn du lernst, wie du DICH SELBST glücklich machen kannst, ohne diese Verantwortung auf die Schultern einer möglichst harmonischen Beziehung zu legen?

Denn, Beziehungen sind nicht immer harmonisch. Ja, sie haben ihre lohnenden Momente. Wenn man es richtig anstellt sogar sehr viele. Aber sie sind auch Arbeit. Sie beinhalten Arbeit an der Art und Weise, wie du mit dir selbst und mit anderen umgehst. Außerdem musst du dich mit Problemen auseinandersetzen lernen, die du ohne diese Beziehung nie hättest.

Aber setzt du dich JETZT schon aktiv und ausdauernd mit deinen Problemen auseinander? Oder hoffst du, wie fast Jeder da draußen, dass deine Probleme irgendwie verschwinden werden, wenn du nur den richtigen Partner findest?

„All you need is love…“

Singt ein Mann, der beide seiner Ehefrauen geschlagen und eines seiner Kinder von Grund auf abgelehnt hat. Weiß John Lennon also wirklich, wovon er da singt?

Wenn du JETZT nicht einfühlsam und liebevoll mit dir umgehst, wirst du das auch in der Beziehung nicht tun. Und viel schlimmer: Dein Partner wird es auch nicht, denn so sehr wir uns auch ein Bild unseres Traumpartners im Kopf ausmalen… am Ende ziehen wir selten die Menschen in unser Leben, die wir glauben, haben zu wollen, sondern die, die wir brauchen. Und manchmal braucht wird es dann eben einen oberflächlichen und unsensiblen Partner, der im Grunde genommen nur dazu da ist, uns als Spiegel zu zeigen, wie wir uns selbst behandeln.

Wer sich selbst nicht lieben und annehmen kann, der wird sich auch in jemand Anderen nicht wirklich „verlieben“ können. Wer mit sich selbst immer sehr verurteilend und abwertend umgeht, wird auch Andere nicht bedingungslos annehmen können und immer etwas an ihnen auszusetzen haben. Das musst du dann nichtmal mehr bewusst tun, denn das erledigt dein Unterbewusstsein automatisch für dich.

Also: Wie behandelst du dich selbst? Nimmst du Rücksicht auf deine Bedürfnisse? Erlaubst du dir, so zu sein, wie du bist oder glaubst du, du müsstest besser, intelligenter, erfolgreicher oder sonstwas sein? Nimmst du dir wirklich ZEIT für dich und die Erfüllung deiner Bedürfnisse? Zeigst du dir selbst regelmäßig, dass DU dich liebst? Wann hast du dir das letzte Mal „Ich liebe dich“ ins Gesicht gesagt?

Denn wenn du anfängst, dich selbst so zu behandeln, wie du es dir auch von einem Partner wünschen würdest, dann passiert etwas. Du wirst automatisch mehr Menschen in dein Leben ziehen, die dich so behandeln. Und irgendwann, meistens genau DANN, wenn du überhaupt nicht mehr nach ihm suchst, weil du auch so schon zufrieden bist, erscheint dein Partner in deinem Leben. Nicht, weil du ihn „brauchst“. Sondern weil du ihn eigentlich nicht mehr brauchst und damit unwissentlich den Raum für eine Beziehung ohne Erwartungen und voller Liebe geschaffen hast.

Kein Partner wird es dir einfacher machen, dich um dich selbst zu kümmern. Entweder du tust es oder du tust es nicht. Also: Was könntest du dir schon HEUTE selbst geben, was du dir von einem Beziehungspartner wünschen würdest?

 

Die letzte Frage schließt eigentlich genau hier an.

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Beziehung haben möchte.

Okay, keine Frage, sondern eine Aussage. Und diese Aussage ist super! Du denkst nach!

Manchmal haben wir einfach das Glück, die Qual der Wahl zu haben. Dabei meine ich jetzt nicht unbedingt die Wahl zwischen Paula und Toni (warum nicht beide… warum nicht gleichzeitig?) und auch nicht die Wahl zwischen Beziehung und Sex ohne Erwartungen. Manchmal scheinen wir in unserem Leben einfach keinen Platz für einen Partner zu haben. Wir fragen uns, ob eine Beziehung mit „mir“ für einen anderen Menschen überhaupt gut ist. Wir fragen uns, ob wir schon „bereit“ für eine Beziehung sind. Und all diese Fragen verhindern irgendwie, dass wir uns auf das andere (oder gleiche) Geschlecht einlassen können.

Völlig egal, was es am Ende ist: Manchmal brauchen wir einfach Zeit für andere Dinge. Zeit, uns selbst zu finden. Herauszufinden, was uns gut tut und was wir wirklich wollen. Welchen Berufsweg wir einschlagen sollten und wer wir wirklich in unserem Inneren sind.

Wie möchtest du Leben? Welche Bedürfnisse hast du? Was brauchst du, um dich glücklich und erfüllt zu fühlen? Was möchtest du an deinem Todestag, wenn du auf dein Leben zurückschaust, von dir behaupten können?

Die Zeit für diese Fragen sollten wir uns sowieso immer mal wieder nehmen. Je eher wir damit anfangen, desto unwahrscheinlicher werden Mangelsymptome wie Midlife-Crisis, Burnout oder Depressionen. Und desto schneller geht die Heilung, falls du eines dieser Symptome schon hast. Deswegen: Nimm dir die Zeit. Und nimm sie dir BEWUSST.

ABER:

Deine Zeit sollte auch dafür genutzt werden! Es ist eine Sache, die Einsamkeit mit Computerspielen, Fernsehen, Facebook, Arbeiten, Partys oder anderen Ablenkungen zu vertreiben. Es ist eine andere Sache, sich liebevoll mit sich selbst zu beschäftigen, sich Zeit für Fragen und Meditation zu nehmen und immer wieder zu überprüfen, ob das der Weg ist, der sich auch wirklich gut anfühlt.

Und vor allem ist es wichtig, regelmäßig unter Leute zu gehen!

Glaub mir, mit Mangel an menschlichem Kontakt wird es dir unglaublich schwer fallen, etwas über dich selbst zu erfahren. Andere Menschen sind eine Projektionsfläche für dein eigenes Verhalten und außerdem eine Quelle von wohltuender, akzeptierender Wärme.

Und irgendwann wirst du wissen, ob du tatsächlich eine Beziehung haben möchtest. Denn es gibt ein untrügliches Zeichen dafür: Du bist verliebt! Nicht mehr nur „fasziniert“ oder „erregt“ von einem anderen Menschen, sondern tatsächlich verliebt. Mit dem ganzen kitschigen Schmetterlinge-im-Bauch-Zeugs und so.

Es geht nicht darum, „bereit“ für einen anderen Menschen zu sein. Es geht darum, zu lernen, mit sich selbst im Reinen zu leben.

Denn wenn dein Fokus auf deinem INNEREN Glück liegt, wird das Glück im AUSSEN automatisch folgen.

 

So, das waren erstmal alle Fragen. Ich weiß, dass wahrscheinlich nicht jeder Satz angenehm ist. Bei manchen Sätzen werden wahrscheinlich sogar die inneren Barrikaden aufgestellt worden sein. Das ist völlig in Ordnung, denn das ist ein Zeichen, das da etwas passiert. Manche  Realisierungen tun erstmal weh, sind im Nachhinein aber jede unangenehme Sekunde wert.

Ich hoffe, ich habe alle Fragen so beantwortet, wie du es von mir erwartet hast. Falls es noch Fragen gibt oder einfach nur Kritik, dann schreib mir ruhig einen Kommentar. Ich werde in jedem Fall zurückschreiben und mein Bestes geben, die Antworten zu geben, die gebraucht werden.

Alles Liebe,

Arne

Opt In Image
Mehr solcher Artikel?
Dann trage dich jetzt in den kostenlosen Newsletter ein!

Außerdem bekommst du für deine Anmeldung den Audio-Kurs "4 Schritte zu mehr innerer Stärke und Leidenschaft" als GRATIS-Download.

Kein-Spam-Politik. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

2015-02-02T12:50:56+00:00

About the Author:

Hi, ich bin Arne. Ich schreibe hier, weil ich etwas geben kann, was zurzeit zur Genüge gebraucht wird. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einfach nur planlos und unmotiviert zu „funktionieren“, anstatt schon am frühen Morgen voller Energie aufzuwachen und das eigene Leben auf das Vollste zu genießen. Ich habe eine lange und anstrengende Reise hinter mir und will dir in diesem Blog zeigen, wie du deine eigene Reise ab heute etwas beschleunigen kannst.
>>Mehr<<

2 Kommentare

  1. Dustin 1. Februar 2015 um 15:26 Uhr - Antworten

    Ich hätte da mal eine frage ich habe vor langer Zeit schon ein sehr nettes Mädchen kennen gelernt schon fast ein jahr her wir haben auch schon viel durch (bestefreunde) doch vor 2 wochen hatt sie mit ihrem freund schluss gemacht weil sie endlich mal kapiert hatt damit er ihr nicht gut tut und ja ich bin halt schon immer für sie da gewesen und vorgestern waren wir auf meiner party und da haben wir uns geküsst und so halt jede menge Spaß gehabt gestern waren wir in der shisha bar und haben auch wieder rumm gemacht aba ich hab angst das ich ihr nicht das bieten kann was sie sich vielleicht vorstellt

    • Arne 2. Februar 2015 um 12:44 Uhr - Antworten

      Hi Dustin,

      diese Angst ist nichts Schlimmes. Die kenne ich nur zu gut…
      Aber sie hat halt einen Ursprung. Und der liegt mit Sicherheit nicht darin, dass du ihr tatsächlich vielleicht „zuwenig zu bieten hättest“, sondern darin, dass du glaubst „ihr etwas bieten zu müssen“ (und auch ich habe das damals geglaubt).
      Hast du Angst, bestimmte Dinge zu tun oder zu sagen, weil du glaubst, sie würde dich dann nicht mehr mögen/ attraktiv finden? Sorge dafür, dass DU dich wohlfühlst. Versuche nicht, IHR perfekter Mann zu sein… denn damit machst du dich komplett abhängig von ihrer Bestätigung, wirst dich schlecht fühlen, wenn sie dir keine Zuwendung gibt und du vergisst, was es heißt, DU SELBST zu sein. Es gibt nichts, was deine Chancen bei Frauen mehr mindert, als das.

      Wer bist du? Wer möchtest DU sein? Wie möchtest DU mit anderen Leuten umgehen und wie sollen SIE mit DIR umgehen? (Allgemein, nicht nur in den Zeiten, in denen du bei diesem Mädel bist.)

      Wenn du darauf eine Antwort gefunden hast und anfängst, danach zu leben (und es auch so zu kommunizieren), dann wird nicht nur deine Angst schwinden, sondern auch dein Ansehen bei Anderen (auch diesem Mädel) steigen.

      Viel Erfolg ;)
      Arne

Hinterlassen Sie einen Kommentar