Egoist statt Weltverbesserer?

Du siehst es in allen Nachrichten.

 

Wir Menschen sind schlecht.

Wir töten süße Robbenbabys.

Wir zerstören die Wälder.

Wir vergiften die Gewässer.

Und am Ende töten wir uns sogar gegenseitig.

 

Und dann schlägst du die „Gala“ auf und bist in einer anderen Welt. Da hängen Pandabären von den Jacken exzentrischer Modezaren. Das Wasser, das die Kinder in Afrika so dringend bräuchten wird in Kübeln-On-Ice über die Köpfe der „Nominierten“ gegossen und wegen der 2000 Einladungskarten für eines dieser glamourösen Großevents haben bestimmt 20 Eichhörnchen ihr Zuhause verloren. Niemanden scheinen die Probleme der „Anderen“ zu interessieren.

Im kleinen Rahmen wird es nicht besser

Eigentlich willst du in deinem Urlaub wegfahren.

„Aber der Mutter geht es gerade so schlecht… sie könnte mich brauchen.“

Eigentlich würdest du der nervigen Kollegin neben dir gerne sagen, dass sie endlich die Klappe halten soll.

„Aber so etwas tut man nicht. Das ist unhöflich!“

Eigentlich wärst du gerne Millionär, möchtest in einem großen Haus mit Pool wohnen und einen tollen Schlitten fahren.

„Aber das bin nicht ich! Ich sollte immer schön bodenständig bleiben, sonst müsste ich ja ein schlechtes Gewissen haben…“

Was sollte jeder vernünftige Mensch also tun?

Ich sehe das so: Wir können niemandem wirklich helfen, wenn es uns selbst nicht gut geht.

Kennst du diese Momente, in denen du selbst unheimlich zu kämpfen hast? In denen du von deinen eigenen Sorgen und den Problemen Anderer überrannt wirst und nur hoffst, dass es bald aufhört? In denen du nicht mehr weißt, auf welcher Baustelle in deinem Leben du anfangen, geschweige denn aufhören sollst?

Bist du in diesen Momenten eine große Hilfe für Andere?

Nicht wirklich, oder?

Wir Menschen neigen dazu, in persönlichen Stresssituationen auf Tunnelblick zu schalten. Die eigenen Sorgen und Bedürfnisse werden vor die der Anderen gestellt und wir verlieren den Großteil unserer Empathie. Das ist ein automatischer Prozess, ein unterbewusstes Bedürfnis, das in diesen Momenten entsteht. Die meisten von uns wehren sich dagegen, weil sie gelernt haben, dass es „nicht okay“ ist, mal etwas nur für sich zu tun, während es anderen Leuten schlechter geht als ihnen.

Aber was ist der Preis dafür? Uns geht es immer schlechter und schlechter. Wir fangen an, unsere eigenen Bedürfnisse immer weiter zurückzustellen und verurteilen diejenigen, die es sich gut gehen lassen. So lange, bis uns ein glücklicher Zufall wieder auf die richtige Spur bringt oder ein unglücklicher Zufall dazu zwingt, den eigenen Kurs zu überdenken.

Was spricht also dagegen, sich erstmal um sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu kümmern und sich seinen Mitmenschen erst dann zu widmen, wenn man selbst genug Energie gesammelt hat, um ihnen WIRKLICH helfen zu können?

Aber das ist nur meine Meinung. Was sagst du dazu?

Wie willst du leben?

Alles Liebe,

Arne

Opt In Image
Mehr solcher Artikel?
Dann trage dich jetzt in den kostenlosen Newsletter ein!

Außerdem bekommst du für deine Anmeldung den Audio-Kurs "4 Schritte zu mehr innerer Stärke und Leidenschaft" als GRATIS-Download.

Kein-Spam-Politik. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

2016-01-05T11:03:20+00:00

About the Author:

Hi, ich bin Arne. Ich schreibe hier, weil ich etwas geben kann, was zurzeit zur Genüge gebraucht wird. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einfach nur planlos und unmotiviert zu "funktionieren", anstatt schon am frühen Morgen voller Energie aufzuwachen und das eigene Leben auf das Vollste zu genießen. Ich habe eine lange und anstrengende Reise hinter mir und will dir in diesem Blog zeigen, wie du deine eigene Reise ab heute etwas beschleunigen kannst. >>Mehr<<

Ein Kommentar

  1. Micha 26. September 2014 um 23:03 Uhr - Antworten

    Da habe ich vorhin doch das passende Zitat gelesen:

    „Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.“ – Nelson Mandela

    Wenn sich keiner von uns traut, sein eigenes Licht zum Brennen zu bringen, dann sitzen wir am Ende alle gemeinsam in einer dunklen Höhle. Es bringt nichts, das Feuer der anderen Menschen entfachen zu wollen, wenn dem eigenen Licht das nötige Feuerholz fehlt.

    Ich werde in letzter Zeit beschuldigt, voll auf meinem Egotrip zu sein. Klar, wenn ich doch vorber immer zur Stelle war und meine eigene Intuition übergangen habe. Aus Verpflichtung sozusagen. Wenn ich dann plötzlich nicht mehr so handle, weiß der Mensch ja gar nicht, dass ich das zuvor nur aus Verpflichtung getan habe. Es erscheint ihm, als wäre ich plötzlich mega egoistisch geworden. :D

    Aber ohne diesen Egoismus würde ich zum Beispiel sehr schnell kaputt gehen. Dann würde kein Mensch mehr Freude an mir haben. Von daher stimme ich dir voll zu. Wir können niemanden aufbauen, wenn wir uns selbst nicht als erstes stützen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar