Da du schon auf diesen Titel geklickt hast, wirst du sie kennen:

Diese Momente, in denen dein Gehirn plötzlich auf „Stumm“ schaltet.

Dein Blick wird starr, dein Körper genauso. Du sitzt herum und weißt plötzlich nicht mehr, was Sache ist.

Vielleicht spürst du dann auch so einen Hauch von Verzweiflung und Trauer in dir aufsteigen, weil du einfach nicht verstehst, was hier gerade abgeht.

Schließlich würdest du dich gerne gut und motiviert fühlen. Selbstbewusst. Stark.

Stattdessen steht dein Verstand still. Du kannst nicht mehr denken. Alles wird grau, bedeutungslos. Und dein Körper scheint dir auch irgendwie nicht mehr zu gehorchen.

Findest du dich darin wieder? Dann solltest du erst einmal wissen, woher diese Momente der inneren Leere kommen:

Du fühlst diese innere Leere (die nur Menschen kennen können, die unter Depression leiden oder gelitten haben) immer dann, wenn dein Verstand in einer Sackgasse steckt. Wenn du das, was gerade da ist, nicht mehr verstehst.

Ich selbst zum Beispiel habe mich immer dann leer gefühlt, wenn ich zu Hause saß und nicht verstanden habe, warum es mir so schlecht ging.

Oder auch, wenn ich mir irgendeinen Satz aus einem Gespräch mit einem Freund sehr persönlich genommen habe, obwohl ich wusste, dass das Quatsch ist. Obwohl ich wusste, dass mein Freund mich damit nicht angreifen wollte. Ich habe versucht, mich besser zu fühlen und habe versucht, zu verstehen, warum ich mich gerade nicht so gut fühle.

Und dann kam die Leere

Genau das ist es:

Wir fühlen uns innerlich leer, wenn wir unsere Welt (die Situation, unsere Gefühle) nicht verstehen.

Und darin liegt im Grunde genommen auch schon der Ausweg:

Raus aus dem Verstand!

Denn wenn wir versuchen wollen, etwas zu verstehen, was wir jetzt gerade eben einfach noch nicht verstehen, dann wird es nicht besser. Dann fühlen wir uns noch schlechter.

Denk einmal zurück: Hast du in Gedankenkarussellen jemals einen Ausweg gefunden, indem du über deine Probleme nachgedacht hast?

Ich jedenfalls nie. Die Verbesserung meiner Laune kam immer nur durch eine Sache:

Indem ich aus dem Verstand heraus gegangen bin, hinein ins Handeln oder ins Fühlen.

Das habe ich anfangs nie bewusst gemacht. Manchmal ist es einfach so passiert, weil ich einen Termin hatte oder mich eine andere Person mit einem anderen Thema abgelenkt hat.

Aber wir können das auch selbst tun, ohne Hilfe von außen. Sonst würde ich hier heute nicht sitzen und dir jede Woche Newsletter schreiben können.

Raus aus dem Verstand

Wie?

Zum Beispiel durch eine kurze aktive Auszeit. Ein kurzer Spaziergang draußen zum Beispiel (manchmal reichen schon 20 Minuten aus). Eine kalte Dusche. Eine Kuscheleinheit mit einem anderen Menschen. Oder eine kurze Entspannungsübung.

Vielleicht bist du jetzt unzfrieden mit dieser Lösung. Vielleicht willst du ja verstehen, warum du dich schlecht fühlst und etwas daran ändern!

Das darfst du auch! Aber in dem Zustand der inneren Leere wirst du diese Lösung nicht finden. Erst, wenn du dich aus diesem Zustand entfernt hast, kannst du objektiv darüber nachdenken.

In einem stark emotionalen Zustand sind unsere Gedanken im Autopilot. Wenn du dich sehr leer oder niedergeschlagen fühlst, dann wirst du leider auch keine aufbauenden Gedanken bekommen.

Erlaube deinem Verstand, zur Ruhe zu kommen und widme dich erst danach, mit neuer Energie, dem Problem.

So lernen wir auch Stück für Stück dazu. Erlaube dir, dieses Dazulernen in deinem eigenen Tempo zu machen.

Vor allem während depressiver Phasen läuft alles etwas langsamer ab. Und das ist völlig okay!

Du darfst auch mal langsamer sein, als du es eigentlich könntest. Das macht dich nicht „faul“.

Du darfst auch mal etwas nicht verstehen, von dem du glaubst, dass du es eigentlich wissen müsstest. Das macht dich nicht „dumm“ oder schlechter als andere Menschen.

Du darfst auch mal etwas „wissen“ und dann trotzdem „aus Versehen“ etwas anderes machen. Du darfst auch mal Rückschläge haben und in alte Muster zurückfallen. Das macht dich nicht „wertlos“ oder „unverbesserlich“. Das zeigt dir nur an, wo du noch etwas dazulernen darfst.

Das müssen wir alle immer mal wieder. Jeder in seinem eigenen Tempo.

Alles Liebe

Arne

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